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Berichte

50 km Ultramarathon – RLT Rodgau feiert 20-jähriges Jubiläum und drei (vier) Schwindegger waren dabei!

Das Kult-Ultra-Jahreseinstiegs-Event des RLT Rodgau, in Verbindung mit der Mitgliederver-sammlung der DUV mit Neuwahlen des Präsidiums, fand am Samstag, den 26.01.2019 in der 20. Jubiläumsauflage statt.

Bereits am Vortag reisten Günther, Rainer und Reiner aus Bayern sowie Gina von einem Termin aus Frankfurt/M. kommend an, um interessiert als auch unterstützend an der DUV-Sitzung teilzunehmen.
Die drei Herren ließen es sich am Nachmittag auch nicht nehmen, schon mal eine Besichtigungsrunde mit kritischer Augenscheinnahme des Geläufs zu absolvieren; schließlich hatte es auch in Hessen etwas geschneit und die Waldwege waren zur Teil schnee- und eisbedeckt. Im Laufe des Rennens am Samstag sollten sich jedoch die kritischen Passagen unter fast 1700 Läuferbeinen und steigenden Temperaturen in gutes Laufterrain verwandeln.

Am Freitag fand zur besten Handball-WM-Halbfinal-Übertragungszeit wie bereits oben erwähnt die DUV-Mitgliederversammlung u.a. mit den Themen Neuwahl des Präsidiums (hier waren einige Posten vakant) und Ehrungen der Sportler des Jahres statt. Einen ausführlichen Bericht wird Günther standesgemäß für die UM 1/2019 erstellen.

Er hatte sich für die nächsten zwei Jahre als Vizepräsident zur Verfügung und wurde auch prompt gewählt.
Die neue Pressewartin der DUV, Annette Müller (LG Nord Berlin Ultrateam)die am nächsten Tag auch am Start war, belegte bei den Damen in 03:45:05 h einen hervorragenden zweiten Platz.

Von den 1016 gemeldeten Läuferinnen und Läufern aus 28 Nationen standen am Veranstal-tungstag, um 10:00 Uhr 838 Starter (= fast 1700 Läuferbeine) an der Gänsbrüh und warteten auf den Startschuss. Der Wetterbericht, der zwei Tage zuvor noch durchgehend Regen prophezeit hatte, erhielt am Freitag noch ein Update und so war es, mit partiell etwas Gegenwind, am Lauftag bei Temperaturen von 1 bis 4 Grad C tatsächlich bis 17.00 h trocken.

Neben dem letztjährigen Zweitplatzierten und Sieger 2017 Frank Merrbach von der LG Nord Berlin Ultrateam hatten sich einige vielversprechende junge Läufer angemeldet, die 2018 gute Marathon- bzw. 50 km- Bestzeiten gelaufen waren.

So kämpften Frank Merrbach aus Thüringen und der 27-jährige Jan Kerkmann ( TSV 1890 Bielefeld) Schulter an Schulter von der ersten bis zum Ende der neunten 5 km Runde um den Sieg in konstanten 18 Minuten pro Runde, nur in der letzten Runde konnte Merrbach das Tempo des Jüngeren nicht mehr mitgehen und Kerkmann siegte in PB von 3:01:44. Merrbach folgte in 3:03:34 mit neuem Rodgau-Streckenrekord der M35.

Sensationell die Leistung und generell die Person Werner Stöcker, der mit 5:11:59 h einen Streckenrekord in der M80 aufstellte.

Bei den Frauen gewann, fast erwartet, die letztjährige Siegerin Susanne Gölz von der LG Ultralauf in 3:42:36 souverän vor der oben genannten Zweitplatzierten Annette Müller in 3:45:05 und der Drittplatzierten Mallin Pfäffle in 3:47:42. Insgesamt blieben 5 Frauen unter der 4 Stunden Marke.

Während unser Günther, unterbrochen von Fotoversuchen mit seiner neuen Kamera und Anfeue-rung „seiner“ und anderer Läufer* gegen den Uhrzeigersinn die 5-km-Runde absolvierte, spulten Gina und die zwei Ra(e)iner mehr oder weniger konstant die zehn Runden ab. Gina finishte in 05:10:41 (324/52, 12. W 50), Rainer in 05:19:02 (360/298, 17. M 60) und Reiner in 04:53:26 (235/198, 6. AK 60

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 20-jährigen Jubiläum erhielten alle Starter einen Funktionsrucksack und erstmals eine Erinnerungsmedaille.

Die schnellsten Männer und Frauen bei der Siegerehrung

Reiner

 

 

 

Zwei SV Schwindegger auf Siegkurs bei der Bayerischen 100 km Meisterschaft am 18.08.2018

Wie bei uns herrschen auch in Leipzig seit langem tropische Temperaturen, fehlen kräftige anhaltende Niederschläge und ist die Natur ausgedürrt. Über 30 Grad sind für Samstag gemeldet, doch wir starten schon um 6 Uhr morgens und so verlaufen die ersten Stunden angenehm warm. Den Abend zuvor fallen auch ein paar Regentropfen, die aber den von uns aufgewirbelten Staub nicht binden können.

Wie so oft in den letzten 10 Jahren spielen sich die Bayer. Meisterschaften (BM) über 100 km in Sachsen in Leipzig im Auenwald ab, da es in Bayern keine Veranstalter für bestenlistentaugliche Rundkurse gibt. Der Versuch in 2017 mit einer BM in Fürth bei Nürnberg wurde mangels Nachfrage abgesagt. So kommt eine kleine Schar an Ultraläufern aus Bayern zum 29. Leipziger 100er, bei dem auch die 27. Landesmeisterschaft von Sachsen ausgetragen wird.

Unser Neumitglied Jochen Steybe aus Neubiberg spult gut trainiert seine 10 km Runden ausgeglichen ab mit Rundenzeiten zwischen 56 und 59 Minuten und finished in 9:35 Std. als 13. in der Gesamtwertung und viertbester Bayer. Jochen hat als Neu-M55-iger nun schon 31 Ultras von 50 km bis 24 Stunden und damit 2.533 km in den Beinen und urlaubt mit seiner Familie in Leipzig, die ihn auch beim Lauf unterstützt. Seine SVS Premiere hat er bei unserem 2. Schwindegger 6 Std. Lauf absolviert.

Rainer zeltet wie immer auf dem benachbarten Campingplatz im Auenwald und finished seinen 118. Ultra nach 8.870 km, allerdings mit stark abnehmenden Rundenzeiten. Bleibt er in den ersten 5 Runden noch zwischen 54 und 59 Minuten, so führt die Hitze und mangelndes Training in der 2. Hälfte zu abnehmenden Zeiten über 60 Minuten. Seine Bewegung geht von Laufen in Traben über und in der Gewissheit des AK-Sieges der M60 lässt er sich für die 10. Runde gar 1:22 Std. Zeit. Das reicht noch zum 25. Gesamtplatz und fünftbesten Bayer.

Hervorzuheben ist, dass 12 Läufer/innen die 100 km nicht beenden können, darunter auch 3 M60-iger. Die Siegerin braucht 9:09 Std und der Sieger 8:02 Std. Insgesamt kommen nur 40 ins Ziel, während über die 50 km über 50 Teilnehmende ins Ziel einlaufen und 16 Staffeln über die 10×10 km. Ein großes Lob gilt dem Veranstalter Laufclub Auensee und seinen zahlreichen engagierten Helfern, die wieder 2 Verpflegungsstationen und 2 Wasserstellen unterwegs anbieten neben der großen Versorgungsbasis am Start/Ziel im Stadion.

Ob und wo im kommenden Jahr die BM stattfinden wird, will der Bayerische Leichtathletik-Verband im Herbst entscheiden. Entscheidend für die Zukunft wird sein, dass mehr Bayern an ihren 100 km Meisterschaften interessiert sind und mitmachen. So lautet der Appell von Willi Wahl als Vizepräsident Breitensport des BLV bei der abendlichen Siegerehrung.

Rainer

 

 

Schwindegger Erfolgs-Story bei der Ultratrail DM am 14. Juli 2018 nördlich Würzburg

Günther Weitzer als unser DUV Präsident „nur“ in offizieller Mission sowie Andreas Seider und Rainer Leyendecker reisten automobil schon am Freitag Nachmittag an und genossen abends auf dem Sportgelände des SV Veitshöchheim, ein paar Kilometer nördlich von Würzburg, die wie zumeist gute Stimmung unter den vielen Läufern, die Pasta-Party und das Würzburger Bier mit und ohne …

Am Samstag Morgen um 7 Uhr herrschten zum Start auf dem Rasensportplatz schon recht warme Temperaturen bei Sonnenschein und waren die Rucksäcke mit der Pflichtausrüstung kontrolliert. Nach Günthers Ansprache fiel dann der Startschuss für die rund 320 Läufer/innen, nur einer fehlte: unser Ramin Madani – und damit hatten wir kein Dreierteam. Andreas lief zügig davon bei seinem dritten und längsten und schwerstem Ultra. Rainer dagegen ließ es mal ruhig angehen und auf den Trailpassagen der ersten 3 Stunden viele Mitläufer passieren. Denn es war heuer sein erster Lauf mit Höhenmetern, der Ausgang somit ungewiss, aber ankommen geplant.

Die Passagen mal auf Fahr-, dann auf Forstwegen, aber vermehrt auf schmalen Trails durch die Laubwälder mit einigen steilen Auf- und Ab-Stücken und dann durch die Weinberge sorgten für viel Abwechslung. Nach fast 3 Stunden raste überraschend Ramin an Rainer vorbei. Er hatte sich morgens bei der Anreise verfahren, kam zu spät, durfte aber noch 40 Min. nach uns starten. Nach rund 32 km erreichten wir den nördlichsten Punkt und war Rainer schon 4 Stunden unterwegs. Nun ging es bei brütender Hitze durch das Hinterland mit Zickzack-Kursen durch Wald und Flur wieder in Richtung Start. Die Strecke war durchweg bestens ausgeschildert und am Boden markiert.

Während Rainer etwas zulegen und auch AK Plätze gut machen konnte, schwächelten andere und legten Gehpausen auch an den mäßigen Steigungen ein. Ramin überholte auch Andreas und Rainer lief nun stets in Sichtweite vor seinem AK Verfolger voraus. Die 6 Verpflegungsstationen waren bestens mit fleißigen Helfern bestückt und halfen beim Auffüllen der Trinkflaschen, denn Plastikbecher gab es keine. Bis Kilometer 60 zeigten uns im 5-km-Abstand die Schilder die verbleibende Streckenlänge, am Ende zog es sich sehr, als jeder km ausgeschildert war. Endlich wieder auf dem Sportplatz und die Ziellinie passiert, die Finishermedaille um den Hals gelegt und ab zum Getränkestand zum Ausgleichen des Flüssigkeits-Defizits.

Während die besten 3 Herren unter 5 und die besten 2 Damen unter 6:13 Std. im Stadion einliefen, kam Ramin „netto“ mit 6:15 Std. als 7. seiner AK40 im Ziel an und Andreas als 11. seiner AK30 mit 6:26 Std. Langes Warten war für beide und Günther angesagt, der aber schon wusste, dass der klare AK60 Favorit Wolfgang Braun aufgegeben hatte. Als Rainer endlich nach 7:48 Std. im Ziel eintraf, konnte er nicht ahnen, ob es noch zu einem Podiumsplatz reichte. Nach langem Warten konnte das Zeitmess-Team dann die neuen Zwischenstände aushängen – und zur großen Überraschung sah sich Rainer als Deutscher Meister seiner AK60, mit 4 Min. Vorsprung auf den 2. und 34 Min. auf den Dritten seiner AK, die er beide auf dem Rückweg überholte. Sein 3. deutscher Ultra-Meistertitel heuer.

 

 

 

 

So freute sich auch Günther, dass für sein Schwindegger Ultralaufteam wenigstens ein Podiumsplatz heraussprang, denn in der Teamwertung war ohne unseren Topläufer Christian Jakob kein Top-Platz drin und durften wir mit Rang 11 von 20 zufrieden sein. Gut 1 Stunde nach Zielschluss um 18 Uhr war alles parat für die lang ersehnte Siegerehrung der je 6 Gesamtplazierten, der Altersklassen und der Teamwertungen, die unser Günther und der Veranstalter bestens moderierten. Gegen 20 Uhr schloss die Bewirtung am Sportplatz, neigte sich die brennende Sonne und verabschiedeten sich die Läufer, Helfer und Offiziellen in alle Richtungen. Ramin und Andreas fuhren mangels Treppchenplatz schon nachmittags heim, Rainer gönnte sich mit Günther in dessen Quartier im Meisternhof im Weindorf Erlabrunn noch einen fränkischen Sauerbraten. Gut war´s.

Text Rainer Leyendecker / Fotos Günther Weitzer und Ernst Riemann

 

 

 

 

24 Stundenlauf in Irdning – Reiner und Günther trotzen den widrigen Wetterbedingungen

Gerade mal 3 Wochen nach dem erfolgreichen Start beim Comrades Marathon in Südafrika standen Reiner und ich am Freitag Abend schon wieder an der Startlinie – diesmal beim 24 Stunden Lauf in Irdning, wo im nächsten Jahr auch die Weltmeisterschaft über diese Distanz ausgerichtet wird. Reiner, der heuer schon zum vierten mal dabei war, hatte mir im Vorfeld schon von der super Stimmung an der Strecke vorgeschwärmt und das wollte ich auch mal live miterleben.

Leider war die Wettervorhersage nicht die Beste und das sollte sich auch bewahrheiten. Zum Glück konnten wir noch unser Zelt trocken aufbauen, aber wenige Runden nach dem Start begann es ergiebig zu regnen und hörte auch die nächsten Stunden nicht auf. Dass das Laufen bei den Bedingungen nicht so viel Spaß macht, war noch das geringere Problem: unser Zelt stand zum Teil knöcheltief unter Wasser und auch von oben regnete es durch. Dummerweise hatte ich meine Tasche mit fast all meinen Sachen zum Anziehen ins Zelt gestellt mit der Konsequenz, dass es nach drei Stunden fast alles mehr oder weniger nass war.

Einige halbwegs brauchbare Teile rettete ich zum Glück noch ins Auto.

Die Zuschauer auf der Strecke und vor allem die Band im Ziel gaben ihr Bestes um die Stimmung bei den Läufern trotzdem hoch zu halten. Neben gut 100 Einzelstartern waren auch etliche Staffeln mit auf der Strecke, die ständigen Überholmanöver waren zeitweise schon nervig. Reiner und ich liessen uns von den schlechten Bedingungen nicht beirren und drehten Runde für Runde und am Morgen hörte der Regen dann endlich auch auf. Zwischendurch machte mir die hohe Luftfeuchtigkeit immer wieder mal Probleme und so musste ich zweimal eine Auszeit im Auto bzw. Zelt nehmen, Reiner hatte mit seinem Schienbein zu kämpfen.

Aber bei 24 Stunden wird es wohl bei kaum jemand ohne Probleme abgehen. Auf jeden Fall konnte ich mich im Lauf der Zeit in der Platzierung immer weiter nach vorne arbeiten. In der letzten Stunden konnte ich dann den Schalter – angetrieben von den frenetisch anfeuernden Zuschauern – nochmals so richtig umlegen und landete am Ende mit gut 169 Kilometern auf dem 20. Gesamtplatz.

Reiner wurde mit gut 160 Kilometern sogar Sieger in der AK60 (und wäre damit auch österreichischer Meister geworden!) und konnte einen tollen Pokal mit nach Hause nehmen, für mich blieb immerhin der Erfolg „bester Deutscher“ gewesen zu sein.

 

 

 

 

Bei der Rückfahrt am Sonntag herrschte dann strahlender Sonnenschein – bis zum nächsten Jahr bei der WM!

Günther

 

 

 

The „Ultimative Human Race“ – Reiner und Günther meistern den Comrades in Südafrika

Nachdem ich letztes Jahr schon vom Comrades Virus infiziert wurde und erfolgreich die „Uphill- Variante“ von Durban nach Pietmaritzburg bewältigt hatte, stand nun heuer die „Downhill Version“ in umgekehrter Richtung auf dem Programm. Jeder, der diese Kombination beim ersten Mal erfolgreich meistert, erhält als zusätzlichen Anreiz die begehrte „Back to Back“ Medaille – das wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen.

Nachdem ich auch noch Reiner von diesem faszinierenden Lauf begeistern konnte, machten wir uns letzten Mittwoch auf die Reise nach Südafrika. Eigentlich hätten auch Barbara Mallmann und Matthias Betzler dabei sein sollen – die beiden mussten aber leider verletzungsbedingt passen.

Der lange Flug durch die Nacht klappte problemlos, zum Glück gibt es auch keine Zeitverschiebung. Nach einer kurzen Besichtigung des botanischen Gartens und dem Einchecken im Hotel ging es dann am Donnerstag gleich auf die Marathonmesse zur Abholung der Startunterlagen. Ab jetzt drehte sich natürlich alles nur noch um den berühmten und größten Ultralauf der Welt: 23.312 Teilnehmer hatten sich vorgenommen, die 90,184 Kilometer (so viele waren es heuer durch den erstmals im berühmten Fußballstadion stattfindenden Zieleinlauf) innerhalb des recht eng bemessenen Zeitfenster’s von 12 Stunden zu bewältigen. Und das Ziel wird hier wirklich sekundengenau nach 12 Stunden (brutto) geschlossen – da spielen sich auf den letzten  Metern oft unglaubliche Dramen ab.

 

 

 

 

 

Am Freitag wurde dann per Bus die gesamte Strecke mit einigen Zwischenhalten an berühmten Punkten wie „Arthur’s Seat“ abgefahren. Wer an dieser Stelle eine Blume ablegt, holt sich angeblich den erforderlichen Beistand für die zweite Streckenhälfte. Natürlich haben wir dieses Ritual auch mitgemacht und beim Vorbeilaufen während des Rennens nochmals wiederholt. Am Samstag fieberten wir dann alle schon dem Start entgegen und ließen es möglichst ruhig angehen, ein kurzes Bad im indischen Ozean durfte natürlich auch nicht fehlen.

Und dann ging es endlich los:

Die Nacht wurde ziemlich kurz, denn bereits um 1 Uhr 30 klingelte am Sonntagmorgen der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück um 2.00Uhr starteten wir dann mit unserem Bus um Drei in Richtung Pietmaritzburg, von wo aus es um 5 Uhr 30 losging. Beinahe wären wir wegen des hohen Verkehrsaufkommens noch zu spät gekommen, aber kurz nach 5 Uhr standen wir dann doch noch rechtzeitig in unserem Startblock. Die Wetterbedingungen waren perfekt, beim Start auf knapp 700 Meter Höhe war es aber doch recht frisch (vor allem für mich im Singet). Auch tagsüber hatten wir richtig Glück, bei zum Teil wolkigem Himmel erreichten die Temperaturen nur 22 Grad, lediglich in der letzten Stunde wurde es dann ei paar Grad wärmer.

Aber definitiv kein Vergleich zum Vorjahr.

Nach dem berühmten Hahnenschrei und der Nationalhymne Südafrikas ging es dann pünktlich um 5 Uhr 30 mit Gänsehautfeeling und Dunkelheit auf die Strecke. Reiner und ich hatten uns entschlossen, das gesamte Rennen möglichst gemeinsam in einer Zielzeit von knapp unter 10 Stunden zu laufen und das Ganze (wie von den Experten dringend empfohlen) defensiv anzugehen. Auch wenn es sich heuer um die Downhill Variante handelte, bedeutet das nicht, dass es überwiegend bergab geht. Es geht eigentlich ständig bergauf und bergab und in der ersten Hälfte überwiegen die Anstiege. Erst ab Kilometer 60 geht es dann meistens bergab – aber nur wer bis dahin mit seinen Kräften gut gewirtschaftet hat, kann dies dann auch entsprechend nutzen. Insgesamt waren über 1000 Höhenmeter bergauf und über 1600 Meter bergab zu bewältigen – flache Passagen gibt es so gut wie keine. Ein wirklich sehr anspruchsvolles Profil, vor allem auch für die Oberschenkelmuskulatur.

Doch nun zurück zum Rennverlauf:

Reiner und ich hielten uns sehr diszipliniert an unsere Marschroute und lagen bei den Zwischenzeiten immer ein paar Minuten unter der Sollzeit. Alles lief problemlos und so konnten wir die fantastische Stimmung an der Strecke auch so richtig mitnehmen. Mit meinem speziellen „Deutschland- Singlet“ erntete ich wie im Vorjahr immer wieder besonderen Applaus und Anfeuerung, was natürlich sehr motivierte. Und es war sicher ein Vorteil, dass wir uns entschieden hatten, das Rennen gemeinsam zu laufen. So wechselten wir uns in der Führung ab, bergauf übernahm meistens Reiner das Kommando, während ich  vor allem auf den Bergab-Passagen in meinem Element war. Beinahe wäre der Traum vom gemeinsamem Lauf noch geplatzt: auf einer Bergkuppe bei Kilometer 45 verloren wir uns im dichten Läuferfeld aus den Augen – zum Glück trafen wir ein paar Kilometer später wieder aufeinander.

Immer wieder kamen wir in Berührung mit den Zugläufern für 10 Stunden, die dann immer die ganze Straßenbreite belegten und ein Überholen schwierig machten. Aber bei Kilometer 55 hatten wir die Truppe dann definitiv hinter uns gelassen. Nun kam die Bergabstrecke, auf die ich mich schon die ganze Strecke gefreut hatte. Wer es jetzt noch gut laufen lassen konnte, der konnte noch viel Boden gut machen. Und jetzt zahlte sich unsere disziplinierte Vorgehensweise aus – einige Kilometer liefen wir sogar unter 5-er Schnitt.

Mit der Zeit ging das Ganze aber auch ziemlich in die Oberschenkel und immer wieder gab es unangenehme Gegenanstiege, was zunehmend an den Nerven zehrte. Aber wir kamen dem Ziel Schritt für Schritt näher und der Puffer auf die 10 Stunden wuchs ständig an. Die letzten 10 Kilometer wurden dann zwar zunehmend hart (vor allem für mich), aber mit kleineren Gehpausen kamen wir immer noch ganz gut voran.

Und dann kam endlich der große Moment: der fantastische und erstmalige Zieleinlauf in das fantastische Fußballstadion.Überglücklich und Hand in Hand überquerten wir nach 9:46:04 Stunden gemeinsam die Ziellinie und wurden dann sogar auch noch vom Fernsehen interviewt.

 

 

 

 

Mit unserer Zeit lagen wir unter den Top 5000 und im ersten Drittel aller Finisher und ich war damit fast eine Stunde schneller als letztes Jahr. Als ich im Ziel auch die „Back to Back“ Medaille um den Hals hängen hatte, war für mich das Glück perfekt.

Auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis – Danke Reiner, das war eine super Teamleistung!

Günther

 

 

 

Hitzeschlacht bei der DUV Meisterschaft im 6h Lauf (9.06.18)

Auch bei der dritten DUV Meisterschaft in diesem Jahr brachte die Ultraläufer des SV Schwindegg ein Team an den Start. Im brandenburgischen Hoyerswerda stellten sich am 9.Juni bei der DUV Meisterschaft im Sechs Stunden Lauf vier tapfere Recken den extremen äußeren Bedingungen.

Mit Temperaturen bis zu 30°C und trockener Luft wurde den rund 120 Teilnehmern alles abverlangt. Aber die Organisation war absolut top und die nur 925m kurze Runde stellte sich bei diesen Bedingungen als extrem hilfreich dar. Denn so konnte man jede Runde trinken oder sich mit bereitgestellten Wasserbehältern abkühlen. Später kam dann noch ein Wasserschlauch zum abspritzen dazu. Alles in Allem sehr gut organisiert. Einzig das akustische Schlusssignal nach 6 Stunden war nicht für alle Läufer gleichgut zu hören.

Für unsere 4 Ultraläufer waren die Ziele dabei sehr unterschiedlich. Das Wichtigste, eine Mannschaft zu stellen, war mit vier Teilnehmern schon vor dem Start erreicht. So stiegen die Chancen vielleicht zumindest eine Mannschaft unter die besten Drei in die Mannschaftswertungen (Gesamt und 50+) zu bringen. Wobei die größeren Hoffnungen eigentlich bei den Senioren lagen. waren doch die anderen Teams in der Gesamtwertung individuell stärker besetzt als wir.

 

 

 

 

Das am Ende aber ausgerechnet unsere Männermannschaft mit Theo Huhnholt, Rainer Leyendecker und Christian Jakob; den 3.Platz in erreichte, damit hatte wirklich keiner gerechnet. Mit zusammen 189,286km war dabei der Vorsprung auf den undankbaren Holzplatz nur gerade einmal 800m. Glückwunsch und Respekt!

Großen Anteil daran hatte vor allem Theo, der sich trotz andauernder Knieprobleme ab Runde 25 (ca, 2,5h) bis zum Schluss durchbiss und mit einer Leistung von 51,92 km stolz sein kann. Damit kam er am Ende in der AK M60 auf Platz 8 und den Gesamtplatz 43.

Rainer teilte sich sein Rennen sehr gut ein, und profitierte auch vom Ausstieg des Favoriten in seiner Altersklasse. So lief er konstante Zeiten und kam am Ende auf 64,431km. Mit dem Sieg in der AK M60 und Gesamtplatz 11 wurde er dafür belohnt. Ausschlaggebend waren dabei vielleicht die letzten drei langen Vorbereitungsläufe 10 Tage vorher. Von Donnerstag bis Sonntag absolvierte er bei ähnlichen Temperaturen Läufe am Chiem- / Starnberger -und Ammersee.

 

 

 

 

Unser Topläufer Christian hatte sich vorgenommen wieder unter die TOP Drei in der Gesamtwertung zu kommen. Die Chancen hierfür standen nicht schlecht, da der Favoritenkreis mit 4-5 Läufern sehr klein war. Die ersten drei Stunden konnte er sein geplantes Tempo locker durchziehen und faktisch war ihm nach der Hälfte der Meistertitel in seiner AK nicht mehr zu nehmen. Aber es gab ja noch das andere große Ziel. Und da lag er bis zur letzten Stunde auf dem dritten Platz. Doch leider reichte es am Ende nicht für einen Podestplatz. Grund dafür war aber nicht etwa das Christian in den verbleibenden 60min einbrach. Nein, da konnte er nochmal das Tempo etwas erhöhen. Aber in den Stunden Vier und Fünf hatte er Probleme und verlor viel wichtige Zeit. So fehlten ihm zum Schluss über 800m auf den 3.Platz und Stu Thoms. Mit immer noch guten 71,934km sicherte er so zumindest der Mannschaft den oben erwähnten Treppchenplatz. Und Platz 1 in der AM M40 ist ja auch nicht so schlecht.

Stephen Schöndorf konnte im Vorfeld nicht wie gewünscht trainieren und auch sein rechter Fuss sah vor dem Start geschwollen aus. Er sagte aber, dass die öfters mal sei und es kein Problem darstellen würde. Um der Mannschaft zu helfen war er extra noch angereist uns biss sich bis zum Schluss wacker durch. Mit gelaufenen 50, 996km landete er direkt hinter Theo auf Gesamtplatz 44 ( AK M50 Platz 9) und trug zum tollen Mannschaftsergebnis wesentlich mit bei. Danke Dir Stephan.

 

 

 

 

Das in der 50+ Mannschaftswertung nur der undankbare vierte Platz raussprang ist zwar schade, aber es war dieses Mal leider nicht mehr drin. Und die anderen vor uns liegenden Teams haben es sich einfach verdient. Das muss man dann eben auch anerkennen. Und das so ein kleines Team und so ein kleiner Verein wie der SV Schwindegg die „Großen“ ärgert und zu besseren Leistungen anstachelt, darauf kann man wirklich stolz sein!

Christian

 

 

 

Triumph der Schwindegger Ultraläufer bei den deutschen Meisterschaften über 50 Kilometer – Christian Jakob und Rainer Leyendecker deutsche Meister (8.April 2018)

Gleich mit vier Medaillen kehrte das Schwindegger Ultralaufteam von den Deutschen Meisterschaften der DUV aus Ebershausen zurück.

In der von FC Ebershausen unter der Leitung von Fritz Birken perfekt organisierten Veranstaltung kämpften gut 150 Teilnehmer im schwäbischen Ebershausen bei besten äußeren Bedingungen um die Meistertitel. Die Strecke, eine 5km Runde, war durchgängig asphaltiert mit ein einigen wenigen Höhenmetern. Bis auf die etwa fiese kurze auf ab Passage zwischen Kilometer Eins und Zwei, eine wirklich schnelle Strecke, was sich auch den Siegerzeiten ablesen lest.

Unser Schwindegger Team um DUV- Präsident und Teamchef Günther Weitzer, war mit einem starken Team aus acht Läufern angereist.

 

Dabei zeigten insbesondere die beiden Aushängeschilder des Vereins, Christian Jakob und Rainer Leyendecker, dass an Ihnen derzeit kaum ein Weg vorbeiführt. In ihren jeweiligen Altersklassen errangen Sie den deutschen Meistertitel. Für Furore sorgte aber auch insbesondere Andreas Seider, der mit einer sehr starken Leistung den Vizemeistertitel in der AK30 erringen und dabei sogar den Spitzenläufer Florian Reus hinter sich lassen konnte. Auch Reiner Hillebrand schaffte mit einer sehr guten Leistung und Platz drei in der AK60 den Sprung aufs Podest.

Besonders erwähnenswert auch die gelungene Ultra-Premiere von Matthias Mertens, der zwar seinem hohen Anfangstempo zwischendurch Tribut zollen musste und schon fast ans Aufgeben dachte, aber am Ende doch Kämpferqualitäten bewies und mit 4:42:16 Stunden ein wirklich beachtliches Ergebnis erzielte. Ergänzt wurde das herausragende Ergebnis der Schwindegger Läufer durch zwei gute fünfte Plätze bei den Mannschaftswertungen.

 

 

 

 

 

Einzelergebnisse:

  • Christian Jakob (3:25:54, 1. M40)
  • Andreas Seider (3:44:18, 2. M30)
  • Rainer Leyendecker (4:09:59, 1. M60)
  • Reiner Hillebrand (4:30:47, 3. M60)
  • Günther Weitzer (4:39:14)
  • Matthias Mertens (4:42:16)
  • Stephen Schöndorf (4:45:54)
  • Theo Huhnholt (5:25:28)

Mannschaften:

  • Christian Jakob, Andreas Seider, Rainer Leyendecker (11:20.12, 5. Männer)
  • Reiner Hillebrand, Günther Weitzer, Matthias Mertens (13:52:18, 12. Männer)
  • Rainer Leyendecker, Reiner Hillebrand, Günther Weitzer (13:20:01, 5. Senioren 50+)

 

 

DUV DM über 50 Kilometer in Schwäbisch Gmünd – Glänzende Premiere für Andreas Seider und Happy End für das Schwindegger Team in der Ultramarthon Bundesliga

Obwohl die Vorzeichen nach der berufsbedingten Absage von Spitzenläufer Christian Jakob für das kleine Schwindegger Team bei der letzten Ultrameisterschaft des Jahres in Schwäbisch Gmünd alles andere als gut waren, gab es mit Platz 6 in der Endabrechnung der Ultramarathon Bundesliga doch noch ein Happy End.

Auf der anspruchsvollen Strecke über die drei Kaiserberge lieferte Andreas Seider bei seiner Ultrapremiere ein ganz starkes Rennen ab. Mit 4:09:34 Stunden konnte er sich mit dem 27. Platz bei den Herren nun dem sechsten Platz ganz weit vorne platzieren und wurde dafür mit dem 6. Platz in der strak besetzten AK30 belohnt.

Hut ab, das war eine grandiose Leistung und lässt auch für das nächste Jahr einiges erwarten. Knapp am Podestplatz vorbei schrammte unser Rainer, der am Ende in 4:35 Stunden auf dem etwas undankbaren vierten Platz in der AK60 landete. Ergänzt wurde unser Team durch Stephen, der den schweren Parcours in 5:09 Stunden bewältigte.

Damit kamen wir immerhin auf Platz 10 in der Mannschaftswertung bei insgesamt 28 platzierten Mannschaften. Auch wenn wir damit keine Wertungspunkte für die Bundesliga erzielten, so profitierten wir davon, dass unser direkter Konkurrent um Platz 6 (LC Blueliner) trotz sieben Rohpunkten aufgrund der starken Konkurrenz keine Wertungspunkte erzielte und uns nicht mehr überholen konnte. Damit dürfen wir uns über ein kleines Preisgeld freuen, das dann am 27. Januar bei der Mitgliederversammlung der DUV in Rodgau überreicht wird.

 

 

 

 

Ich selbst war in meiner Funktion als offizieller DUV Verantwortlicher für die Meisterschaft vor Ort voll gefordert und hatte schon im Vorfeld wohlweislich auf einen eigenen Start verzichtet. Bei der Moderation auf der Bühne im Zielbereich sowie der äußerst stimmungsvollen Siegerehrung war ich wieder mal voll in meinem Element, auch wenn ich danach so gut wie keine Stimme mehr hatte….

 

 

 

 

Mit Abschluss der letzten Meisterschaft geht der Blick nun schon wieder in Richtung 2018, mal sehen was das nächste Jahr so alles für unser Team bereithält.

Günther

 

 

 

Zur 24 Stunden DM in Gotha am 2./3. September 2017-  Kämpferische Leistung des Schwindegger Teams mit erfolgreicher Premiere für Hans

Nachdem es letztes Jahr in Basel mit dem geplanten Start eines 3-er Teams bei den 24 Stunden nicht klappte, war es heuer endlich soweit: Am Wochenende standen Hans, Stephen uns Günther in Gotha im Herzen Thüringens am Start und Gina Schmid-Dressel war als unsere Betreuerin mit dabei.

Sogar ein eigenes Zelt hatten wir diesmal dabei und natürlich jede Menge Verpflegung, also alles bestens vorbereitet. Auch das Wetter war optimal, als die über 150 Teilnehmer am Samstag pünktlich um 10 Uhr auf die 2,05 Kilometer lange Runde durch den herrlichen Gothaer Schlosspark gingen, die dann so oft als möglich innerhalb der 24 Stunden zu bewältigen war.

 

 

 

 

 

 

 

Der leicht wellige Kurs war aber vor allem wegen seines sandigen bis leicht kiesigen Untergrundes nicht einfach zu laufen. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen waren die nationalen Spitzenläufer vertreten und auch in einzelnen AKs gab es ein überaus starkes Teilnehmerfeld.

Meine Vorbereitungen waren ja nicht berauschend, trotzdem liefen die ersten 50 km ganz nach Plan und galten nach gut 5 1/2 Std. als absolviert. Dach begannen aber so langsam die ersten Schwierigkeiten und ich musste immer öfters eine Pause einlegen. Nach 10 Std. und 80 km wäre das Rennen schon beinahe für mich zu Ende gewesen; erst nach 45 Min. Zwangspause im Zelt kam ich so langsam wieder auf die Strecke. Bei 100 km war ich erst nach 14 Std. – 2 Std. später als eigentlich geplant.

Auch wenn es zwischendurch für ein paar Runden wieder halbwegs lief, so richtig kam ich nicht mehr ins Rennen. Auch nach 19 Std. und 125 km musste ich nochmals eine lange Zwangspause einlegen. Richtig warm eingepackt (die Nacht war doch ziemlich kühl) lief es dann wenigstens in den letzten 4 1/2 Std. ganz gut und zumindest die 150 km waren noch in Reichweite. Am Ende wurden es sogar noch gut 155 km – dank einer durch Gina motivierten richtig schnellen Schlussrunde. Das war zwar nicht mein Wunschergebnis (bei der 24 Std. DM in 2015 in Reichenbach gewann ich mit gut 187 km meine AK 55), aber in Anbetracht der Umstände doch noch ganz akzeptabel.

Hans Sextl lief ein ausgezeichnetes Rennen und hatte nur nach 12 Std. und Erreichen der 100 km ein leichtes Motivationsproblem. Doch das hielt nicht lange an und so kamen am Ende sehr gute 174 km bei seiner Premiere heraus. Dies bedeutete gleichzeitig einen tollen 5. Platz in der mit über 20 Teilnehmern stark besetzten AK 50. Super gemacht, Hans!

Stephen Schöndorf, der bis 5 Std. vor Ende des Rennens eigentlich noch auf Kurs in Richtung seines Ziels von 150 km war, war die letzten 4 Std. leider komplett außer Gefecht. Daher standen für ihn am Ende nur knapp 123 km zu Buche.

 

 

 

 

 

 

 

In Summe konnten wir damit war keinen vorderen Platz in der Mannschaftswertung belegen. Immerhin durften wir uns am Ende noch auf den 6. Platz bei den Senioren freuen und hatten unser Team erfolgreich ins Ziel gebracht! Die äußerst stimmungsvolle Siegerehrung mit viel politischer Prominenz bildete den Abschluss eines tollen, wenn auch sehr anstrengenden Wochenendes.

Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Gina, die rund um die Uhr einen fantastischen Job als Betreuerin für uns gemacht hat! Und natürlich gilt mein Dank auch an Bettina Sextl und ihre Verwandtschaft, die uns auch immer wieder eifrig anfeuerte.

Günther Weitzer

 

 

Tolle Ergebnisse bei der DM 100km in Berlin (24.06.17)

Zum 30. Male schon zeichnete sich der DLV für diese klassische Meisterschaft aus und wählte als örtlichen Ausrichter die LG Nord Berlin Ultrateam und den SC Tegeler Forst. Da im vorigen März 2016 für die 50 km DM der DUV die schattige und abwechslungsreiche Strecke im Plänterwald bei Tretow im Osten Berlins bei vielen Aktiven, Helfern und Organisatorenso gut ankam, wurde sie auch heuer gewählt. Nur mussten alle statt 10 nun 20 Runden drehen, überwiegend auf Asphaltwegen, davon gut 2 km entlang der Spree und etwa 1 km auf einem Forstweg. Start/Ziel sowie die Verpflegung befand sich gleich bei den Parkplätzen vor der sogenannten „Insel der Jugend“ an der Spree.

Am Abend vorher konnte man sich bei der Pasta Party, die in der Mensa der Humboldt Universität stattfand, seine Startunterlagen incl. T-Shirt abholen und mit den anderen Läufern ins Gespräch kommen.

 

 

 

 

Während es die Tage und Nächte zuvor drückend heiß war und um Berlin Temperaturen bis 36 Grad gemessen wurden, kühlte es nach heftigen stürmischen Gewittern bis Samstag gut ab. Zum Lauf war es dann mit 20-25 Grad angenehm, aber die hohe Luftfeuchtigkeit machte Vielen zu schaffen. Morgens um 6 Uhr nach einigen Grußworten von Günther Weitzer als neuem DUV Präsidenten machten sich dann 88 Aktive auf den langen Weg. 20 davon erreichten leider nicht ihr Ziel zu finishen und 11 Gemeldete traten gar nicht erst an. Darunter auch Rainer, der sich am Sonntag zuvor beim Laufen erstmals eine Muskelverletzung zuzog, aber dennoch mit seiner Frau Marlyn nach Berlin fuhr und den ganzen langen Samtag unsere 3 Aktiven unterstützte. Danke dafür!

Am besten schnitt erwartungsgemäß unser Topläufer Christian ab. Er lag bis km 50 genau auf Kurs mit einem KM-Schnitt von 4:30 Minuten, musste aber wie viele andere Läufer wegen der hohen Luftfeuchte (bis zu 90%)Tempo herausnehmen, um nicht Gefahr zu laufen, aufgeben zu müssen. Er meisterte seine Tiefen, blieb mit reduziertem Tempo auf der Strecke und arbeitete sich so Platz um Platz vor. Der Lohn war der 4.Gesamtplatz bei den Männern mit 8:04:52h und der klare AK40 Sieg. Mit einer erneuten Weltklasse-Leistung siegte die beste deutsche Dame, Nele Alder-Baerens mit 30 Min. Vorsprung in 7:35 Std.

 

 

 

 

Tapfer schlugen sich auch Stephen mit 10:59 Std. und Günther mit 11:10:02h, die sich jeweils mit einigen Gehpausen und Stops am Verpflegungsposten der Mannschaft zuliebe durchkämpften und in ihren AKs immerhin jeweils 6.ter wurden. Spannend blieb es auch nach ihrem Finish, zu welchem Platz ihre Leistungen bei den Herren Teams reichen würden. Dann war klar: Platz 4 war kein undankbarer, sondern der bestmögliche Rang an diesem Tag. Wenn Rainer hätte laufen und ordentlich finishen können, wäre auch nicht mehr drin gewesen, aber hätten wir ein Seniorenteam stellen können und dort wohl Rang 1 erreicht. Aber auch andere Teams mussten Federn lassen und brachten keine 3 Aktiven ins Ziel oder schwächelten einige die letzten 20 km sehr stark und verloren einige Plätze.

 

 

 

 

Bei den Herren konnte sich schon nach 2 Runden Benedikt Hoffmann als 100 km Neuling vom Vorjahressieger André Collet leicht absetzen und bis zum Schluss seinen Vorsprung auf 14 Min. ausbauen. Benedikt siegte in einer Spitzenzeit von 6:48 Std. vor André mit 7:03h   und Benjamin Brade, der mit 7:31h ins Ziel kam. Bei den Damen kam als Zweite hinter Nele erst 71 Min. später Rebecca Walter ins Ziel, gefolgt von den beiden100 km Neulingen Sandra Fätsch mit 9:11h und Annette Müller mit 9:33 Std.

Wie die 5 km Rundenzeiten jedes Läufers variieren können und meist im Laufe des Rennens abnehmen, zeigt diese kleine Statistik unserer erfolgreichen Athleten:

SVS Starter   schnellste Rd.       Durchschnitt      langsamte Rd.

Christian         22:10 Min.              24:15 Min.             27:52 Min.

Stephen          26:33                       32:58                     42:28

Günther          28:48                       33:31                      50:35

 

 

 

 

Neben den 100 km als Deutsche Meisterschaft und offenem Lauf war mit Start um 9 Uhr auch ein 50 km Lauf im Angebot, aber nur mit nur 18 Finishern. Hier siegte Michael Sommer mit 3:26 Std. und Helga Brokert mit 4:47 Std. Nur 4 Staffeln gingen um 7 Uhr an den Start mit 4 Aktiven à 25 km.

Rainer Leyendecker

 

 

87 Kilometer durch die Hitze Südafrikas – Günther meistert den Comrades

Zugegebenermaßen stieg ich schon mit einem etwas flauen Bauchgefühl, aber in großer Vorfreude, zusammen mit Barbara, Markus, Mario und Angela in das Flugzeug nach Johannesburg um mir einen meiner großen Laufträume zu erfüllen. Nicht umsonst trägt der Comrades, der weltweit größte Ultralauf mit ca. 20.000 Teilnehmern, den Titel „The ultimative human race“. Er wird seit 1921 mit nur wenigen Jahren Unterbrechung jährlich ausgerichtet und feierte heuer seine 92. Auflage.

Dabei wechselt jedes Jahr die Richtung zwischen Durban und Pietmaritzburg – heuer stand die „Uphill-Variante“ auf dem Programm, bei der ca. 1800 Höhenmeter im Anstieg und 1100 Meter im Abstieg zu bewältigen sind. Auch wenn es in Afrika zur Zeit Winter ist, lagen die Temperaturen bei über 25 Grad. Die größte Hürde ist für viele Teilnehmer jedoch das mit 12 Stunden recht eng bemessene Zeiltlimit. Dabei wird das Ziel sekundengenau geschlossen und es spielen sich dramatische Szenen auf den letzten Metern ab.

 

 

 

 

Absolutes Gänsehautfeeling herrscht schon beim Start, der um 5 Uhr 30 nach dem Abspielen der Nationalhymne Südafrikas und einem Hahnenschrei pünktlich erfolgte. Auf der Strecke herrschte grenzenlose Begeisterung bei hunderttausenden von Zuschauern, wobei die

deutschen Teilnehmer ganz besonders angefeuert wurden. Mit dazu beigetragen hat sicher auch das auffällige T-Shirt, das Klaus Neumann (der heuer schon zum 24.Mal dabei war!) organisiert hatte. Bewegende Momente insbesondere auch an der Ethembi-Schule, wo behinderte Kinder die Läufer begeistert anfeuern.

Nach 10 Stunden und 41 Minuten erreichte ich schließlich überglücklich das Ziel auf der Pferderennbahn in Durban um meine hart erkämpfte Bronzemedaille in Empfang zu nehmen. Dort warteten schon Barbara (7:53!) und Markus (8:45) sowie ein paar andere Läufer aus unserer Reisegruppe, Angela (mit der ich gemeinsam den letzten schweren Anstieg erklommen hatte) kam dann kurz nach mir ins Ziel. Die gesamte Laufreise war von Werner Otto Laufreisen perfekt organisiert.

 

 

 

 

Während die meisten am Dienstag ihren Anschlussurlaub (St- Lucia, Krüger Nationalpark, Kapstadt) ging es für mich und ein ein Handvoll anderer Läufer aus unserer Gruppe wieder zurück in die Heimat. „Germany, Günther – well done“ -dieser anerkennende Ausspruch der Zuschauer, wird mir noch lange gut in Erinnerung bleiben!

Das war sicher der emotionalste Lauf, den ich bisher gemacht habe und vielleicht stehe ich auch nächstes Jahr wieder an der Startlinie um die begehrte ‚Back to back‘ Medaille zu erringen.

Günther

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