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Januar 2016

 

Gelungener Auftakt der DUV CUP Saison 2016 in Rodgau

Wie auch letztes Jahr war Rodgau bei Frankfurt der Ausrichter für den ersten Lauf des DUV Cups und Bühne für die Cupsieger des vergangenen Jahres. Zudem gab es auch noch einen feierlichen Anlass: 30 Jahre DUV! Hierzu stand ein Treffen mit Gründungsmitgliedern, den Förderstützpunkten und dem aktuellen Präsidium auf dem Programm. Genügend Gründe also für mich, den Weg nach Rodgau anzutreten – mit dabei war auch unser Neuzugang Stephen Schöndorf.

Der 50-er in Rodgau ist der teilnehmerstärkste Ultra auf dieser Distanz in Deutschland; auch heuer konnten sich wieder sage und schreibe 620 Finisher in die Ergebnisliste eintragen, die Anmeldezahlen lagen noch um einiges höher. Der Cheforganisator Reinhardt Schulz hatte wieder mal alles voll im Griff und auch der Wettergott hatte ein Einsehen und der Regen setzte erst gegen Ende des Rennens ein. Der stürmische Winde erwischte uns zum Glück nur auf einem Teilstück von ca. 500 Metern direkt von vorne.

Vor dem Start gab es noch die rote DUV-Jubläumsjacke, in der ich dann auch auf die Strecke ging. Während Stephen sich vorgenommen hatte, seine persönliche Bestzeit auf unter 4:10 Std. zu schrauben, wollte ich möglichst ein gleichmäßiges Tempo von 5:30 min/km laufen. Bis Kilometer 35 lief bei uns beiden alles wie geplant, dann musste insbesondere Stephen deutlich an Tempo herausnehmen und auch ich ließ vor allem an der Verpflegungsstelle noch ein paar Minuten liegen.

Am Ende kamen mit 4:14:11 und 4:39:24 Std. aber zwei respektable Ergebnisse und ein guter erster langer Trainingslauf für die 24 Stunden in Basel dabei heraus. Dass die Strecke auch für super Zeiten gut ist, belegten eindrucksvoll die Sieger bei den Männern und bei Frauen. Benedikt Hofmann stellte mit 2:57:26 !!! einen fabelhaften Streckenrekord auf – das gleiche Kunststück schaffte auch Tina Uphoff bei den Frauen mit 3:32:14 Std.

Nach der CUP Siegerehrung, die ich ja dieses Jahr als hierfür Verantwortlicher auf der Bühne durchführen durfte, ging es dann endlich ins Hotel unter die warme Dusche. Die Jubiläumsveranstaltung am Abend rundete einen tollen Tag ab; wir hatten viele nette Gespräche, insbesondere mit den Vertretern der Förderstützpunkte. Auch unser Flyer und die Bayerische Laufzeitung fanden dabei ein paar bewundernde Blicke. Auf jeden Fall ein top organisierter Lauf, den ich nur wärmstens empfehlen kann.

 
Günther

 

 

 

Rekorde beim Hallenultra von Senftenberg am 24. Jan. 2016  –   unser SV Schwindegg  war mit Rainer Leyendecker live dabei 

Zum 10. Jubiläum des einzigen jährlichen Hallenultras auf deutschem Boden gönnte ich mir mit meiner Frau Marlyn ein verlängertes Wochenende. Senftenberg liegt sich zwischen Dresden und Cottbus im Herzen des durch den Braunkohlebergbau entstandenen Lausitzer Seenlandes. In der schon 1959 eingeweihten Niederlausitzhalle mit ihrer in die Jahre gekommenen 250 m Bahn mit stark erhöhten Kurven fanden an 2 Tagen 9 Bewerbe statt von Kurzstrecken über 10 km bis hin zu den Langstrecken.

Highlight am Samstag Abend war der Nachtmarathon mit 169 Runden und am Sonntag der Morgenmarathon und als Krönung der gleichzeitig stattfindende 50 km Ultra mit 200 Runden. Alle langen Bewerbe waren frühzeitig ausgebucht, denn maximal 75 Läufer/innen durften zur gleichen Zeit ihre Runden drehen. Jeder sah auf einem großen Display die laufende Zeit, seine Startnummer und die verbleibende Rundenzahl.

Diese 50 km waren als mein erster Hallenlauf ein spannendes Experiment. Zum einen war es meine Ultra-Premiere als Neu-M60er und wollte ich den deutschen Hallenrekord der AK60 (von DUV Sportwart Norbert Madry mit 4:26 Std. aus 2014) klar verbessern. Zum anderen konnte ich meine Form kaum einschätzen und blieb als große Unbekannte das Meistern der 400 Kurven – als flotter Läufer meist auf der längeren und steileren Überholspur.

Startschuss war 8 Uhr morgens für uns 55 Ultras und 20 Marathonis. Die beiden schnellsten Ultras zogen rasch davon und hinter mir bildete sich eine Verfolgergruppe. Die meiste Zeit liefen laute Popmusik und Lichtshows – etwas gewöhnungsbedürftig. Die ersten 10 km (40 Runden) lief ich in 45 Min. schneller als geplant, die nächsten 10 km in 47 Min. Die Verfolger um mich waren noch nah beisammen und meine Vision auf den 3. Gesamtplatz wuchs. Also mit viel Risiko forcieren und die Verfolger so distanzieren ?

Mit 44 Min. für die folgenden 10 km überrundete ich meine Verfolger ein- bis mehrmals. Nun konnte ich meinen Lauf auch mit Hilfe von Marlyns Positionsmeldungen gut kontrollieren. Die Marathonmarke erreichte ich in 3:14 Std. und mein deutscher AK60 Rekord nahm überraschende Formen an. Die beiden letzten Zehner in je 48 Min. laufend, wurde ich mit grandiosen 3:51 Std. gestoppt – das waren im Schnitt 12,95 km/h und 4:38 min/km. In den letzten Jahren war nur ein deutscher M60er ein Mal um 1 Minute schneller (Wolfgang Braun 2015).

Vor mir auf Platz 2 landete Uwe Laenger mit 3:29 Std. als mehrmaliger Sieger der letzten Jahre, aber die Halle zum Tosen brachte der junge Gerrit Wegener, der bei seinem erst 2. Ultra mit 3:12 Std. „indoor“ eine Weltklassezeit und neuen deutschen Gesamtrekord  in der Halle rannte. Als beste Dame kam wie im Vorjahr die junge Evelyn Franke in 4:22 Std. aufs Podest. Meine Vorstellung gibt mir Zuversicht für die anstehenden deutschen Meisterschaften der DUV im Frühjahr – Podiumsplätze in der AK60 sind mein Ziel.

         

 

 

 

 

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