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Mai 2017

 

Erfolgreiche Premiere des 6 Stundenlaufes

Vor einem halben Jahr beschloss unser Ultralaufteam, anlässlich der 50-Jahr-Feier des SV Schwindegg erstmals einen eigenen 6 Stundenlauf aufzulegen. Am Samstag, den 13. Mai, ein Tag vor Muttertag, war es dann soweit. Noch bis Freitag ließen die Wetterfrösche nichts Gutes verlauten, denn sie rechneten mit Regen und Sturm und wir Schwindegger schon mit einer verregneten Pleite.

Doch alles kam ganz anders als befürchtet: Den ganzen Tag blieb es rund um das Vereinsheim an der Rohrmühle trocken und zeitweise kam auch die Sonne raus, was für die Läufer/innen teils mehr als angenehme Temperaturen brachte. Unser engagiertes Orga- und Helferteam hatte sich die Vielzahl an Aufgaben gut aufgeteilt und war bereits bis 8 Uhr vor Ort. Wir markierten die amtlich vermessene Strecke von exakt 2.349,22 Meter, bauten die zwei Pavillons für den Versorgungsstand auf und bereiteten die Verpflegung und Getränke und vieles andere vor. Auch das Zeitmessteam der Firma ALGE Timing präparierte alles bestens.

Bald trafen die ersten Athleten ein und holten ihre Startunterlagen ab und bis 09.30 Uhr waren fast alle Voranmelder da und gab es sogar ein paar spontane Nachmeldungen. 10 vor 10 verkündete unser Orgachef und Moderator Günther Weitzer den Abmarsch genau 666,38 m bis zur Startlinie. Denn diese war so gewählt, dass nach einer kurzen Einführrunde und weiteren 21 vollen Runden die exakte 50 km Zwischenzeit zu stoppen war.

 

 

 

 

Genau um 10 Uhr setze sich das Feld aus 15 Damen und 36 Herren in Bewegung und zog sich rasch auseinander. Jeder Läufer konnte auf der großen LED Anzeige beim Rundendurchlauf neben seiner Gesamtzeit und -position auch die Anzahl der Runden und die letzte Rundenzeit ablesen. So waren auch die Helfer und Zuschauer immer über den Rennverlauf im Bilde, den Günther fast durchgängig moderierte.

Bei den Damen war Barbara Mallmann als einzige Topläuferin am Start und ihr Sieg außer Frage. Sie versuchte mit Erfolg, eine sehr schnelle 50 km Zwischenzeit zu erlaufen, führte kurz sogar das Gesamtfeld an und brillierte mit 3:59:16 Std.. So steigerte sie ihre persönliche Bestzeit (PB) um 4 Minuten und ist aktuell siebtbeste deutsche Dame und rangiert auf Platz 3 ihrer W45 in der Weltjahresbestenliste. Nach einer längeren Verschnaufpause stieg sie wieder ins Rennen ein und siegte mit 65,5 km vor Ulrike Greif (62,2 km; nur 350 m unter ihrer PB) und Nicole Köllner (56,1 km).

Bei den Herren war es von Anfang bis Ende viel spannender und rangierten hintereinander 6 verschiedene Läufer an der Spitze – und fast jeder hatte dann mit Problemen und Tiefs zu kämpfen und fiel zurück. Recht unauffällig drehte André Lange seine Runden im Mittelfeld, machte aber in der 2. Rennhälfte Platz um Platz gut. Und was keiner erwartete, konnte er gegen Ende noch forcieren und so 20 Minuten vor dem Schlusssignal die Spitze übernehmen und einen sicheren Vorsprung rauslaufen.

Nach genau 6 Stunden ertönten um 16 Uhr zwei Tröten und legten die Läufer ihre Holzstäbchen am Weg ab. So flossen von 31 Aktiven noch die vermessenen Restmeter in die Rundenprotokolle und die exakte Gesamt-Kilometerleistung ein. Für die Läufer war Zeit zum Duschen und Erholen sowie zum Auffüllen ihrer Energiespeicher. Neben Würstl und Grillfleisch mit Kartoffel- und Krautsalat standen auch vegetarisches Chili sowie belegte Brötchen und hausgemachte Kuchen auf der Speisekarte.

Währenddessen wertete das ALGE Timing Team die Ergebnisse aus und druckte diverse Listen. Dann trugen zwei Helferinnen die einzelnen Resultate handschriftlich in die vorbereiteten Urkunden ein. Gegen 17.30 Uhr konnte Günther Weitzer dann zur Siegerehrung bitten. Er rief jede/n der 51 Starter/innen auf und bat sie „auf die Bühne“ zum Gratulieren. Es gab die Urkunde und statt einer Medaille ein metalliger kleiner Laufschuh. Die Altersklassenbesten bekamen noch Sekt und die je drei besten Gesamt einen Acryl-Pokal.

 

 

 

 

Überraschungssieger André Lange lief mit 71,9 km seine PB genauso wie der Zweitplatzierte Andreas Six mit 70,6 km. Bernhard Munz als Dritter brachte es auf 70,1 km und Ramin Madani als Vierter bei seinem erstem 6 Stundenlauf auf 69,1 km. Von den 44 Starter/innen, welche über 40 km packten, wirkten sogar 5 Damen und 9 Herren zum allerersten Mal an einem 6 Stundenlauf mit. Das ist mit fast einem Drittel Neulingen für uns Ausrichter, der vor allem Neueinsteiger in Ultras ansprechen wollten, ein weiterer toller Erfolg. Nach dieser gelungenen Premiere unseres DUV Förderstützpunktes ist eine Neuauflage im nächsten Jahr bereits fest eingeplant.

Rainer

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